BÖSE HISTORY BOX #12: THE RETURN OF THE TÜDELBAND

Fast jeder kennt „An de Eck steiht n Jung mit n Tüdelband…“

Man könnte dieses Lied fast schon als inoffizielle Hymne von Hamburg beschreiben. Wir wurden gefragt, ob wir nicht unsere eigene Version dieses grandiosen Stückes machen wollten. Erscheinen sollte diese dann auf einem Sampler zu Ehren der Gebrüder Wolf, die das Original geschrieben hatten. Der Rapper Dan Wolf aus San Francisco, war auf der Suche nach seinen deutschen künstlerischen Wurzeln in die Heimatstadt seiner Vorfahren zurück gekehrt. Seine Geschichte wurde in dem Kinofilm „Return Of The Tüdelband“ erzählt. Dazu wurden viele hamburger Musiker beauftragt, keinen Coversong, sondern eine eigene Version eines Gebrüder Wolf-Songs zu machen. Mit dabei, unter anderem auch Bernadette La Hengst, Fink, Dubtari und Jacques Palminger. Letzterer lieferte mit seinem Tüdeldub übrigens einen (wie nicht anders zu erwarten) unfassbar lustigen, aber auch großartigen Beitrag ab.

Zu unserer Version, nahmens „der Fall Tüdellband“, haben wir dann auch ein Video gedreht. Das alles auf einer Apfelplantage im Alten Land, mit einer uralten Super 8 Kamera. Die Lokalität bot natürlich reichlich Spielraum für alle möglichen bekannten Szenen, die mit Äpfeln zu tun haben, denn „Äppel wült wi klaun“! Mit dabei: Adam und Eva, Willhelm Tell und Schneewittchen.

Dies war übrigens ein Werk von Christian Striboll (Regie) und Timo Schwarz (Kamera). Letzterer war übrigens später auch mit uns in Australien unterwegs.

Doch das ist eine andere Geschichte, und soll ein anderes mal erzählt werden.

Konzert: 3.6. im Schanzenzelt in Hamburg, Tickets, Veranstaltung bei Facebook

BÖSE HISTORY BOX #11: Oben ohne

Im Sommer 2003 ging es für uns auf die erste „richtig große“ Festival-Bühne. Und das auch noch auf der anderen Seite des Landes in München. Die Aufregung war entsprechend groß. Kurz noch ein Warm-up Gig in Mainz im alten Schick und Schön dazu gebucht. Hmm…Unterkunft vergessen. Nun gut – nach dem Gig alles eingpackt und durch die Nacht nach München zum Oben Ohne Open Air gefahren. Auf dem Königsplatz war morgens um 9 noch nichts los. Wir legten uns mit Schlafsäcken mitten auf den Platz – zum Glück scheuchten uns die Sicherheitskräfte rechtzeitig aus der Sonne. Super Idee.
Wir waren früh dran – direkt nach dem lokalen Band Contest Gewinner. Aufbau, Line Check, 30 Minuten Vollgas. Das war’s. Mellow Mark, den wir kurz vorher bei KenFM kennengelernt hatten, kommt noch kurz zum featuren vorbei.
Wir bleiben noch bis in die Nacht da und schauen uns Mellow Mark, Curse, Patrice und ASD an.
Auf der Rückfahrt am nächsten Tag knacken Bente und Lesley in der Currywurst Bude Höhe Kassel noch den Jackpot am Daddel-Automaten. Erfolg auf ganzer Linie!

 

BÖSE HISTORY BOX #10: Bandprofil 2003

BÖSE HISTORY BOX #9: „Lesley WER???“

Nach dem sich Gitarrist Jan Wölfer (a.k.a. Joachim Böse) dazu entschieden hat, das System zukünftig von innen heraus als Lehrer zu beeinflussen, muss diese Lücke natürlich geschlossen werden. Es werden Anzeigen aufgegeben, wildfremde Menschen auf der Straße angesprochen und Freundeskreise durchwühlt. Gitarrist und Geigenstreicher Gunta schlägt seinen alten Buddy Lesley Farfisa vor. „Das ist ja ein bescheuerter Name!“ Orgel-Namensvetter Hammond lässt es sich nicht nehmen, ihn selbst zu kontaktieren. Szenenwechsel. Lesley F. verlässt in den frühen Morgenstunden ein zwielichtiges Lokal des Kiezes und wankt deutlich umnachtet nach Hause. Der blinkende Anrufbeantworter verrät eine Nachricht: „Hi, Lesley! Hier spricht Hammond von Der Fall Böse. Hättest du Bock bei uns mit einzusteigen?“
Am darauf folgenden Montag ist erstes zwangloses Jammen und Beschnuppern angesagt. Es scheint zu fruchten, denn gleich der erste Jam ist ein Treffer. Noch heute ist dieses Lied einigen Leuten bekannt unter dem Namen SOFASONG.
Am 23.12.2000 feiern wir im Lehmitz Böse Weihnachten und auch gleichzeitig Böse Hochzeit mit Lesley Farfisa im Hochzeitskleid. Gunta hat eine 3-stöckige grüne Vanilletorte gebacken, welche natürlich (vor allem bei Lesley) reissenden Absatz findet. Sämtliche Fotos werden hinterher absichtlich gelöscht!
Das Album SACHENMACHER entsteht innerhalb von nur 10 Monaten und wird am 09.10.2002 im Molotow der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist ein heißer Ritt im komplett überfüllten Laden. Die Bühne ist mittlerweile ebenfalls etwas unterdimensioniert, da der Neue mit seinen ganzen Tasteninstrumenten fast ein Drittel der Bühne einnimmt. Selbst ein Klavier wird in den Molo-Keller geschleppt. Auch zwei Saxophonisten nehmen mehr Platz ein als einer. A- und B-Hörnchen Jorge und Joe Haynes nehmen seit Sommer die Position von Dr. Jazz ein, der die Straßen mit LaLeLu unsicher macht.
Erstmals gibt es sogar Bandshirts für die weiblichen Fans, welche wir nicht zu stolz sind höchstpersönlich vorzuführen. Die Löschung dieser Fotos wurde sträflicherweise unterlassen.
Es bleibt die Frage, wie dieser Staubsauger auf das Albumcover kam.
Ganz einfach: Er war da. Er steckte zwischen den Rundballen, auf denen wir posierten. Das fanden wir herrlich beknackt.
In diesem Sinne, euer Fall

 

Konzert: 3.6. im Schanzenzelt in Hamburg, Tickets, Veranstaltung bei Facebook