#31: INAS NACHT

Mutti, ich bin in den Fernsehn drinne!
Die glitzernde Welt des Showbusinesses! Ruhm & Reichtum! Das Land wo Milch und Honig fließen! Wir haben es tatsächlich geschafft: Wir sind eingeladen, in der erfolgreichsten Show des NDR einen Song live zu spielen.

Steht man dann im Schellfischposten fragt man sich doch, wie zur Hölle das alles funktionieren soll. Der Laden ist klein. So unfassbar klein, dass man sich zwangsläufig an unser altes Wohnzimmer, das BP1 erinnert fühlt. So weit, so gut. Im BP1 haben wir allerdings noch nie in voller Besetzung live gespielt. Naja, die werden schon wissen, was die tun, die machen das ja nicht zum ersten Mal. Es gibt einen Soundcheck und eine kurze Durchlaufprobe. Wir spielen „Über Der Stadt“, und sollen einen Extra-Part einfügen, damit Ina Müller die Gäste verabschieden und eine Abmoderation machen kann. Wird schnell umgesetzt, und alles ist in Butter.

Dann mal ab zum Catering gegenüber, wo wir die anderen Gäste treffen. Die Kommissarin des Bremer Tatorts Sabine Postel und the man himself, the legendary Gerhard Delling.
Sie, eine nordische „Frohnatur“ und er, freundlich, spontan und witzig.
Da wir ganz zum Schluss dran sind, heißt es warten, warten und nochmal warten. Dabei schauen wir am Fernseher der Aufzeichnung zu. Die Sendung dauert ja ungefähr eine Stunde. Die Aufzeichnung nur geringfügig länger: Vier Stunden sitzen wir in der Hotellobby gegenüber!
So ist dass halt, wenn sich Müller und Delling so gut verstehen, dass die aus dem Quatschen gar nicht mehr heraus kommen. PROST! Als unser Auftritt dann endlich ansteht, haben wir solche Hummeln in den plattgesessenen Hintern, dass wir die Nummer in einem unfassbaren Tempo reinrotzen. Alles im Kasten! Wir sitzen noch eine Weile zusammen, und stoßen auf den Abend an.

Abschließend bleibt zu bemerken, das wir bis heute die einzige Band sind, die nach einem Auftritt bei INAS NACHT nicht durch die Decke gegangen ist.

Der Fall Böse,
still Underdog!
Unestablished since 1996!