{"id":123,"date":"2007-02-09T22:56:35","date_gmt":"2007-02-09T20:56:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.derfallboese.de\/wordpress\/?p=123"},"modified":"2008-07-28T23:03:37","modified_gmt":"2008-07-28T21:03:37","slug":"sydneytag-x-090207","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.derfallboese.de\/wordpress\/2007\/02\/09\/sydneytag-x-090207\/","title":{"rendered":"Sydney\/Tag X &#8211; 09.02.07"},"content":{"rendered":"<p>Freitag morgen m\u00fcssen wir fr\u00fch hoch. Es gibt reichlich zu tun. Svendrix f\u00e4hrt mit Will zum Flughafen um die Nachz\u00fcgler aufzusammeln. Gunta und Jorge sind nun also auch Down-Under und werden erstmal ins Bett geschickt, um sich ein paar Stunden auszuschlafen. Ein paar Jungs machen sich auf, um die wichtigsten Dinge dieser Reise abzuholen: Bus und Backline. Alles quer verteilt \u00fcber das gesamte Stadtgebiet von Sydney. (Ohne Navi w\u00fcrden wir da jetzt noch rumkurven) Bente traut sich als erster in den Linksverkehr und meistert die Aufgabe bravour\u00f6s. Mit dem Bus geht es zu dem Fender-Rhodes-Typen in so einen miesen Vorort namens Epping. Seine Internetpr\u00e4sentation sah ja ganz gut aus, aber den Laden dazu gibt es nicht. Nur drei v\u00f6llig chaotische Werkstatt-Wohnzimmer mit diversen Tasteninstrumenten. Und der Typ selber ist genauso suspekt; kommt so ein bisschen r\u00fcber wie der typische Psycho-Serienkiller aus einem Hollywood-Film. Er spielt uns erst mal was auf seiner Heimorgel vor um uns anschlie\u00dfend einen Haufen Geld abzukn\u00fcpen. Mal sehen, ob wir unsere 600 Dollar \u201eSecurity-Deposit\u201c jemals wiedersehen werden&#8230;<br
\/>\nWeiter geht\u00b4s zu Billy Hyde ans andere Ende der Stadt. Die Backline ist soweit schon vorgepackt und kann direkt verladen werden (unser equipment steht genau neben dem von den alten Metal-Recken von Testament, ich dachte die w\u00e4ren schon alle tot). Ich versuche mich an der Bezahlung per Kreditkarte. Aber na klar: Kreditkarte funktioniert nicht mehr, wahrscheinlich ist das Tageslimit \u00fcberschritten, st\u00f6rt aber keinen so richtig, da die B\u00fcrotante so ziemlich das hotteste ist, was uns bisher \u00fcber den weg gelaufen ist. Letztendlich geht das alles nach ein paar Telefonaten aber doch klar und die bl\u00f6den Deutschen blockieren nicht l\u00e4nger den Laden&#8230;<\/p>\n<p>Danach wieder zur\u00fcck zur Homebase, wo die schwierigste Aufgabe noch wartet: Packen! Viel zu viel Kram und viel zu wenig Platz. Lesley, bekannt f\u00fcr seinen Aktionismus, schraubt einfach mal f\u00fcnf Sitze raus.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderngg_shortcode_1_placeholder<\/p>\n<p>Jetzt bleiben uns noch neun. Es ist alles verdammt eng und die H\u00e4lfte unserer eigenen Klamotten m\u00fcssen bei Will zwischenlagern; geht nicht anders. Aber wenigstens k\u00f6nnen wir jetzt losfahren, auch wenn der Bus immer noch komplett \u00fcberladen ist.<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p>Noch das B\u00f6se-Logo auf die linke Seitenscheibe und Abfahrt! We\u2019re on the road! Allerdings nur kurz.<\/p>\n<p>Ankunft 17h am Beach Road Hotel, Soundcheck. Alle leicht angespannt, da keiner so recht eine Idee hat, was hier denn wohl heute passieren w\u00fcrde und ob die ganze Sache mit deutschen Texten \u00fcberhaupt funktioniert. Der Laden am Bondi Beach ist wohl, was Party-Locations angeht, eine der besseren Adressen in Sydney. Viele, sehr h\u00fcbsche und teilweise v\u00f6llig \u00fcberstylte Ladies und die dazugeh\u00f6rigen blonden Klischeesurferboys. Der Laden f\u00fcllt sich gen Abend auch so langsam, w\u00e4hrend Shannon, ein Rapper von der dort recht bekannten Truppe \u201eThe Herd\u201c mit seinem DJ das Vorprogramm hinlegt. Er k\u00fcndigt uns nach seinem Set kurz an: \u201eDa Foll Bousse\u201c from Hamburg, Germany&#8230;blablabla&#8230;auf die B\u00fchne&#8230;eins zwei drei vier und ab&#8230;und pl\u00f6tzlich ist der Moment da, dem wir seit knapp einem Jahr fast t\u00e4glich entgegengefiebern und der f\u00fcr uns auch irgendwie richtungsweisend f\u00fcr die ganze Tour sein k\u00f6nnte. Da stehen wir jetzt, am anderen Ende der Welt, ziemlich angetrunken vor knapp 250 Australiern und hauen den anfangs leicht verst\u00f6rten Gesichtern unsere deutschen Texte um die Ohren. Und?!&#8230;es funktioniert!. Die haben einfach Bock auf Mucke und vor allem auf Live-Mucke, und wenn das rockt und tight ist, ist das v\u00f6llig egal, ob die was verstehen oder nicht. Die Ladies fangen zuerst an zu tanzen und dann geht der Rest ja bekannterma\u00dfen von selbst. Kurze Zeit sp\u00e4ter stehen schon zwei Typen bei uns auf der B\u00fchne und versuchen zu freestylen, werden aber sofort von der sehr aufmerksamen security wieder von der B\u00fchne geholt. Als n\u00e4chstes gibt es einen ganz netten Oben-ohne Strip einer der Damen in der 1. Reihe, so bringt das Spass. Die Show dauert ca. 80 Minuten, kommt mir aber vor wie ne halbe Stunde. Insgesamt gesehen ist das musikalisch alles noch etwas holprig, was aber zu erwaten war nach den ganzen Strapazen, aber wenigstens k\u00f6nnen wir jetzt endlich das tun, wozu wir hergekommen sind. Musik!!! Der Laden macht dann auch kurz danach dicht.<br
\/>\nTrotz der Tatsache, dass wir am n\u00e4chsten Morgen um 9 wieder auf dem Freeway sein m\u00fcssen, kommt irgendwie keiner auf die Idee, sich ins Bett zu legen. Wir ziehen also mit dem gesamten Tross inkl. Filmteam, Alkohol- und Adrenalin- geschw\u00e4ngert in das direkt am Strand liegende Bondi Hotel, wo auch schon ne ziemlich exzessive Party mit vielen Menschen, sehr lauter Musik und reichlich Drinks am laufen ist, viele von den G\u00e4sten haben uns wohl auch gerade nebenan spielen sehen. Also erstmal sch\u00f6n ohne R\u00fccksicht auf Verlusste das Gesicht zunageln. Um es kurz zu machen: Ich, Lesley und Roman der Regisseur nehmen in den fr\u00fchen Morgenstunden noch ein kurzes Pazifik-Bad (nackich), um uns danach noch kurz f\u00fcr zwei Stunden im Hotel abzulegen. Man kommt sich ab und an vor wie in einem Tarantino- oder David Lynch Film, alles wirkt ein wenig irreal und man fasst sich andauernd an den Kopf und fragt sich:\u201cwas tun wir hier eigentlich\u201c.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_3_placeholderngg_shortcode_4_placeholder<\/p>\n<p>Der Wecker reisst mich wenig sp\u00e4ter aus einem Traum, auf den ich hier nicht n\u00e4her eingehen m\u00f6chte. Kurz duschen und ab in den Bus. 600 Km in Richtung S\u00fcdwesten etwas ins Landes innere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag morgen m\u00fcssen wir fr\u00fch hoch. Es gibt reichlich zu tun. Svendrix f\u00e4hrt mit Will zum Flughafen um die Nachz\u00fcgler aufzusammeln. Gunta und Jorge sind nun also auch Down-Under und werden erstmal ins Bett geschickt, um sich ein paar Stunden &hellip; <a
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