{"id":230,"date":"2007-02-16T19:54:37","date_gmt":"2007-02-16T17:54:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.derfallboese.de\/wordpress\/?p=230"},"modified":"2008-08-17T22:31:54","modified_gmt":"2008-08-17T20:31:54","slug":"melbourne-160207","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.derfallboese.de\/wordpress\/2007\/02\/16\/melbourne-160207\/","title":{"rendered":"Melbourne &#8211; 16.02.07"},"content":{"rendered":"<p>Ankunft Melbourne<\/p>\n<p>Wir kommen morgens mit dem Schiff in Melbourne an. Nach Sydney die zweite Grossstadtmetropole auf unserem Tourplan. Direkt am F\u00e4hranleger ist ein sehr sch\u00f6ner Strand, den wir f\u00fcr die erste Erfrischung nutzen, da es in der tasmanischen Wildnis herzlich wenig M\u00f6glichkeiten gab zu duschen. Die Stimmung ist sehr ausgelassen und trotzdem nachdenklich. Der Humor nicht mehr so derbe und willenlos wie am Anfang der Reise. Ich habe den Eindruck, dass in Tasmanien bei der Crew, mich eingeschlossen, ein gewisser Denkprozess in Gang gesetzt wurde. Diese ungez\u00fcgelte Natur, die ihr eigenes Leben mit ihren eigenen Regeln f\u00fchrt. Unabh\u00e4ngig von werbeverseuchten Medienlandschaften, an die wir uns irgendwie schon viel zu lange ohne Gegenwehr gew\u00f6hnt haben. Ohne Verbotsschilder das richtige zu tun ist unendlich einfach wenn man mal irgendwas begriffen hat. Der australische Lifestyle und der ganze Umgang mit Obrigkeiten und Hierarchien basiert auf der einfachen Formel, was man machen kann- und nicht darauf, was man nicht tun darf. Man kann vielen b\u00fcrokratischen Ans\u00e4tzen mit einem ehrlichen L\u00e4cheln und ein paar netten Worten aus dem Weg gehen. Dieser Exkurs aber nur am Rande.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderWir h\u00e4ngen ein paar Stunden in alternativen K\u00fcnstlervierteln ab, schreiben Emails, waschen den Dreck aus den wenigen Klamotten, die wir dabei haben usw. Melbourne ist voll von Musikern und K\u00fcnstlern aller Art. Man hat das Gef\u00fchl, dass von staatlicher Seite recht viel f\u00fcr diese kreative Szene und die Vielfalt an sich getan wird. Dieser Eindruck hat sich nach einigen Gespr\u00e4chen auch best\u00e4tigt. Man ist nicht wie in Deutschland, speziell in Hamburg in kulturellen Dingen meistens auf sich alleine gestellt.ngg_shortcode_1_placeholder Auf den ersten Blick eine sehr junge Stadt mit sehr vielen jungen Menschen. Viele Clubs, die jeden Tag Live-Musik bieten. Authentische Ausstrahlung, eben nicht ganz so Tourismus orientiert wie Sydney. Das soll an dieser Stelle keinesfalls heissen, dass ich Sydney nicht auch grossartig finde. Meine Bewertungskriterien befinden sich alle auf einer sehr hohen Skala ohne ein erkennbares Limit nach oben.<\/p>\n<p>Melbourne \u2013 Northcote Social Club<\/p>\n<p>Wir treffen gegen 17h zum Soundcheck ein. Der Club ist recht gross und Zentral gelegen. Wir treffen draussen auf der Terrasse die Jungs von TZU, mit denen wir zusammen heute Abend und noch eine weitere Show am n\u00e4chsten Tag spielen werden. Wir stehen seit knapp einem Jahr in Kontakt; aber eben nur \u00fcber Email und Telefon. Sch\u00f6n, sie mal in echt zu treffen. Wir merken nach wenigen Worten, dass wir uns alle sehr sympathisch sind und das da menschlich was geht. Wir haben offensichtlich eine \u00e4hnliche Haltung zum Musik machen. TZU haben hier an der Ostk\u00fcste so etwas wie einen kleinen Heldenstatus inne, das wussten wir, doch den wirklichen Bekanntheitsgrad haben wir nicht erahnt. So oder so, gut f\u00fcr uns. ngg_shortcode_2_placeholderDer beil\u00e4ufige Satz, dass die Show seit Tagen restlos ausverkauft sei, hat uns nicht wirklich gest\u00f6rt. Beim Soundcheck haben wir bereits zusammen gejammt, und Joel, der eine MC war recht verwundert als der Fall B\u00f6se pl\u00f6tzlich TZU-Songs Note f\u00fcr Note gespielt hat. Das hatte dann auch zur Folge, dass sp\u00e4ter w\u00e4hrend ihrer Show eine unvergessliche Jam-Session der beiden Bands stattfinden sollte. Der Fall B\u00f6se geht um 22h auf die B\u00fchne, der Laden ist mit rund 400 Leuten gerammelt voll und wir wissen inzwischen in etwa, wie das australische Publikum funktioniert, also ziemlich gute Voraussetzungen. ngg_shortcode_3_placeholderWir spielen knapp 1 Stunde, die Leute stehen auf unser Zeug und gehen monsterm\u00e4ssig ab. Lesley und ich erz\u00e4hlen Geschichten von Reise-Katastrophen, es wird sogar an den richtigen Stellen gelacht, was wohl bedeutet, dass uns jemand verstanden hat. Nach vier Zugaben verlassen wir klitschnass die B\u00fchne. Eigentlich bewege ich mich nicht so gerne in Superlativen, aber wir sind der Meinung, dass das eines der gr\u00f6ssten Live-Erlebnisse unserer gesamten Bandgeschichte war. Und das immerhin nach \u00fcber 250 Live-Shows. Les und ich trinken noch einen Bourbon am Eingang und lassen unz\u00e4hlige Gl\u00fcckw\u00fcnsche und \u201eawesomes\u201c \u00fcber uns ergehen. Viele sind sehr daran interessiert, was wir hier machen und fragen uns \u00fcber die Band aus. Ich mache mein erstes und wahrscheinlich letztes Interview mit einem australischen Magazin und lerne anschliessend noch reichlich interessante und durchgeknallte Menschen kennen. Die Nacht wird verdammt lang und es sollten noch eine Menge skurriler Dinge geschehen. Die Details erspare ich mir an dieser Stelle. Danke Melbourne!<br
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