Sydney/vor der Tour – 07.02.07

Die Sonne brennt, das Wasser kühlt, der Surfer surft, der Sand ist sandig – und Böse ist mittendrin:

Inzwischen haben wir mit dem Backline-, und dem Busverleih gesprochen, mit denen wir schon aus Hamburg Kontakt aufgenommen hatten. Da der Bus kleiner ist als erwartet, müssen wir die Verstärker etwas downsizen. Ist also nichts mit „MICH lauter auf der Bühne…!“ Roger von Billy Hyde Backline Hire ist ein sehr lockerer Typ, macht aber klare Ansagen: „Ahh, the Germans! Wee gaits? If you don’t use the roadcases, I’ll notice and you’ll be in trouble!“ Also auch nichts mit Platz sparen im Bus.

Uns jetzt was lustiges aus Sydney: ES REGNET!!! Ärgerlich, aber für Bjoern´s Teint recht erholsam. Nicht alle benutzen hier Sonnencreme wie im Film. Für morgen haben wir uns einen Proberaum gemietet, damit Lesley nicht versehentlich Songs von Juli spielt, mit denen er direkt vor der Reise 2 Wochen auf Tour war; außerdem ist hier alles auf dem Kopf und seitenverkehrt. Damit muß man erst einmal klarkommen! Klarkommen müssen auch Spätbucher Jorge und Gunta: Eben noch in Hamburg und Freitag direkt vom Flieger auf die Showbühne! Endlich Bühne: Es kribbeln die Finger und die Füße wippen. Wir können es kaum erwarten on the road zu sein und endlich das erste Konzert zu spielen. Auf den Straßen und in den Pubs machen wir schon ordentlich Werbung – jeder Zweite müsste inzwischen einen Flyer haben. Dementsprechend gehen wir guten Mutes dem ersten Gig entgegen. Wenn das mal ein Konzert wird….

Anreise/Ankunft in Sydney – 03.-05.02.2007

Entgegen unserer Annahme verläuft die Anreise problemlos. Kein Ärger mit Gepäck oder zollfreier Ware; lediglich Joe´s Saxophon wird auf Sprengstoff überprüft. Das Angebot einer ca. 60-jährigen-Australienexpertin, für uns als Roadie zu arbeiten, müssen wir am Frankfurter Flughafen aus logistischen Gründen leider ablehnen (Wir rufen Sie an! Wir!!!). Aufgrund unserer Anspannung und dem Blick ins Ungewisse sind die Bordvorräte an Gin-Tonic nach kürzester Zeit aufgebraucht.

Die erste Flugetappe bringt uns nach Dubai. Ein etwas seltsamer Flughafen; so ein Zwischending aus Schlafhalle und 1000 und 1 Nacht-Geschichte. Der 4-stündige Aufenthalt wird zur Erholung genutzt und mit Duty-Free-Einkäufen und arabischem Junk-Food überbrückt.

Nächster Halt Bangkok, 6 Stunden später. Die 30 Minuten Freigang nutzen die Raucher, um in einem abstellkammerartigen Nikotinknast die erstandenen Zigaretten zu konsumieren; ein Grund aufzuhören. Die letzte Etappe dauert 9 Stunden und fordert wirklich Kondition: Einige vegetieren vor sich hin, die anderen nutzen das großartige Multimediaangebot mit Arcade-Klassikern und Kinofilmen an jedem Sitz.

Nach insgesamt 36 Stunden landen wir endlich in Sydney. Ziemlich gerädert versuchen wir uns für die letzte Hürde zu organisieren, um auch noch durch den Zoll zu kommen. Alles kein Problem; die Freude über die angenehme, warme Morgenluft ist groß.

Heute Abend gibt es bei Bentes Patenonkel Will ein großes Willkommens-BBQ. Dort werden wir auch unseren Mischer Jan und Böse Ex-Rapper Lüdi treffen und es sollen die ersten australischen Filmsequenzen gedreht werden. In den Tagen bis zum ersten Gig am Freitag muß jetzt noch allerhand erledigt und organisiert werden. Es wird sich zeigen, ob wir alles hinkriegen und ob das Geld reicht… Bis bald mit mehr Worten, Bildern und auch Videos.